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Berlin. Stark in der Geschlechterforschung

Die LakoF fordert in ihrer aktuellen Stellungnahme dazu auf, sich für eine starke, strukturell verankerte Geschlechterforschung als profilbildendes Element der Berliner Wissenschaftslandschaft einzusetzen, sei es in den bereits etablierten Studiengängen, den Forschungszentren, den Professuren oder den Lehrangeboten. 

News vom 30.03.2026

Wir haben mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass die → UdK Berlin beschlossen hat, drei von vier Professuren mit Teildomination Geschlechter- und Diversitätsforschung aus dem im Februar 2026 vom Akademischen Senat verabschiedeten Strukturplan zu streichen und damit ein profilbildendes Alleinstellungsmerkmal abzubauen. Die UdK Berlin ist die einzige Kunsthochschule in Deutschland, die seit den 1990er Jahren über die Breite ihrer Fächer Ansätze der Geschlechterforschung strukturell auf professoraler Eben integriert hat. Dieses Alleinstellungsmerkmal zu streichen – gegen die Empfehlungen der beteiligten Beauftragten und Kommissionen und der → afg Berlin –, beschädigt das wissenschaftliche und künstlerische Profil der UdK Berlin nachhaltig.

Das Fehlen der Geschlechterforschung schränkt Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Studierende an der größten Kunstuniversität in ihren Qualifizierungsmöglichkeiten maßgeblich ein. In den letzten Jahren waren die Seminare und Vorlesungen der Lehrenden auf den Genderprofessuren stets ausgelastet. Die Genderprofessor*innen haben die Wissenschafts- und Kunstdiskurse an der UdK Berlin durch Forschungsprojekte erheblich gestärkt und weiterentwickelt.

Wir sehen die Streichung dieser Profile als Beleg dafür, dass den Berliner Hochschulen und der UdK Berlin bisher eine Verständigung über strategische Ziele in den Kürzungsrunden fehlt.

In unserer → Stellungnahme "Berlin. Stark in der Geschlechterforschung" fordern wir Hochschulleitungen und Perspektivkommission dazu auf, die Geschlechterforschung als Innovationsfaktor der Berliner Hochschulen zu stärken.

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