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Equal Pay Day 2026

Am 27.2. ist Equal Pay Day. Er markiert jedes Jahr symbolisch den Tag, ab dem Männer und Frauen in Deutschland gleich viel verdienen. Er wird errechnet auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes.

News vom 12.02.2026

Im Jahr 2025 verdienten Männer durchschnittlich 16% mehr als Frauen. Rechnet man diesen Wert in Tage um, arbeiten Frauen 58 Tage pro Jahr umsonst. Daher findet der Equal Pay Day dieses Jahr am 27.2. statt.

Betrachtet man die Bezahlung von Männern und Frauen mit gleicher Qualifikation, in der gleichen Branche, Position und mit gleicher Arbeitszeit ergibt sich ein → bereinigter Gender Pay Gap von 6%. Dies zeigt deutlich, dass Frauen struktureller Diskriminierung ausgesetzt sind, wenn es um die Entlohnung ihrer Arbeit geht.

Aktivitäten der LakoF

Eine der Ursachen für den Unterschied wird in den Ausfallzeiten durch Mutterschaft und Elternzeit gesehen und in den Diskriminierungen, die Frauen beim Wiedereinstieg erleben. Außerdem verbringen Frauen knapp 30 Stunden pro Woche mit unbezahlter Arbeit, Männer hingegen 21 Stunden pro Woche. Zu dieser unbezahlten Arbeit zählt insbesondere die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen sowie klassische Hausarbeitwie Kochen, Putzen und Wäschewaschen. Der sogenannte „Gender Care Gap“ beträgt damit 44,3 %. 

Die LakoF fordert seit langem mehr Familienfreundlichkeit an den Hochschulen. Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte waren unter anderem die Initiatorinnen für die Familienbüros an den Berliner Hochschulen, die häufig aus den Frauenförderbereichen heraus entstanden sind. Maßnahmen zur Unterstützung von Careverantwortlichen und Familien finden sich auf deren Seiten oder den Seiten der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

Die LakoF kämpft für mehr Entgeltgerechtigkeit an Berliner Hochschulen, ob für Professor*innen oder Mitarbeiter*innen in Technik, Service und Verwaltung. Mehr Informationen dazu → hier. In den aktuellen → Hochschulverträgen ist auf Initiative der LakoF eine Studie zum Gender Pay Gap bei Wissenschaftlichem und Nicht-Wissenschaftlichen Personal der Hochschulen vereinbart worden. Der erste Teil der Studie zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei den Leistungszulagen für Professor*innen startet in 2026. Die LakoF wird daran als Expertin beteiligt. 

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